Inhaltsbereich: Senso Fitness – ein neues Feeling im Gesundheitssport

„DTB Akademie vor Ort” schult nordhessische Übungsleiter

Der recht große Spiegelsaal in der Baunataler KSV-Sportwelt war bis auf den letzten Quadratmeter belegt, nicht einmal eine weitere Sporttasche hätte in dem Raum Platz gefunden. Die 28 weiblichen und männlichen Übungsleiter, die der Einladung Christiane Kloppmanns, im Turngau zuständig für den Fachbereich Aus- und Fortbildung, gefolgt waren, füllten den Trainingsraum bis in die kleinste Nische. Eigentlich wollte Christiane Kloppmann nur 25 Teilnehmer zulassen, hatte dann aber den Bitten einiger Trainerinnen, die unbedingt noch an dem „Tages Special” teilnehmen wollten, nachgegeben und drei weitere eingeladen. Das Angebot war im Vorfeld schon äußerst verlockend, hatte Kloppmann mit der DTB-Referentin und Sportwissenschaftlerin Antje Hammes eine äußerst kompetente Fachkraft gewinnen können. Das zukunftsorientierte Thema „Senso Fitness – Chancen und Nutzen eines vielseitigen sensomotorischen Trainings” sollte bei diesem Tages Special, wie das auf Turnerneuhochdeutsch heißt, Einblicke in das Gebiet der Sensomotorik bieten. Am Beispiel von vielfältigen Geräten und Hilfsmitteln sollte zudem die flexiblen und variablen Möglichkeiten sensomotorischen Trainings weiter vermittelt werden.

Mit „full Power” begann die DTB-Referentin ihre Modellstunde Sensofitness mit den Schwerpunkten Rückentraining und Pilates. Selbst konditionierte Übungsleiterinnen hatten ab und zu Mühe, dem körperlich sehr anspruchsvollem Programm zu folgen. Leichte Entspannung gab es in der folgenden Stunde, die mit theoretischen Grundlagen und aktuellen Studien Einblicke in neue Erkenntnisse der Trainingslehre und den strukturierten Aufbau eines Koordinations- und sensomotorischen Trainings gab. Anwendungen und Möglichkeiten unterschiedlicher Testverfahren, die Einsatzmöglichkeiten des sensomotorischen Trainings und Körperwahrnehmungen mit allen Sinnen waren weitere Schwerpunkte. „Sensomotorik lässt sich vereinfacht als die motorische Reaktion auf die Wahrnehmung durch unsere unterschiedlichen Sinne beschreiben”, lautete die Quintessenz der Sportwissenschaftlerin.

Ein Schwerpunkt „Gelenkstabilisierung der Extremitäten” folgte in einer weiteren praxisbezogenen Modellstunde, dann brachte die Mittagspause Entspannung und lebhafte Diskussionen der „Akademiegäste”. Theorie und Praxis am Nachmittag gaben Aufschlüsse über den methodischen Aufbau eines sensomotorischen Trainings, Testmöglichkeiten für die einzelnen Stufen daraus, führten zum praktischen Erproben der verschiedenen Stufen und schlossen mit einem sensomotorischen Zirkel für den Bereich Sturzprophylaxe und Seniorentraining.

Beim Feedback erklärten alle Teilnehmer unisono, dass sie von der sympatischen DTB-Referentin am heutigen Tag sehr viel gelernt hätten, ihnen aber auch die Grenzen ihrer körperlichen Leistungsfähigkeit aufgezeigt worden wäre. An weiteren so exklusiven Fortbildungen sind aber alle interessiert.

Volker Hennig

 

Lehrgangsteilnehmerinnen und DTB-Referentin Antje Hammes
Lehrgangsteilnehmerinnen und DTB-Referentin Antje Hammes