Inhaltsbereich: Karl Trott mit 80 fit wie ein Turnschuh

Bei nordhessischen Turnern, Wanderern und Kasseler Kommunalpolitikern ist er bekannt wie der sprichwörtliche „Bunte Hund“. Auch wenn er beim Gauturntag 2004 vom Amt des Gauwanderwartes zurücktrat und seit dem den Titel eines „Gau-Ehrenwanderwartes“ trägt, zeigen viele der neueren Gau-Veranstaltungen seine Handschrift. Am 18. Juli feierte Karl Trott mit seiner Familie, vielen Turnfreunden und ehemaligen Berufskollegen seinen 80. Geburtstag und zeigte sich den Gästen gegenüber fit wie ein Turnschuh. Zehn Jahre zuvor hatte der „Wander-Karle“, wie er sich selbst gern nennt, eine lebensbedrohliche Gesundheitsstörung. Die Ärzte zweifelten an einer Genesung. Doch Trott bezwang dank eines starken Gauwander-Sportlerherzens die bedrohliche Situation und wandert heute mit neuen Wanderstiefeln durch Nordhessens schöne Landschaften.

Der Jubilar kam vom Fußball zur Turnerei. 1962 nach Eintritt in die TSG 1887 Niederzwehren übernahm er die Wanderabteilung und war 1970 entscheidender Mitgestalter des Hessischen Landesturnfestes in Kassel. Seit 1966 arrangierte er als Wanderwart des Turngaues Nordhessen Hunderte von Stern-, Groß- oder Jubiläumswanderungen. Als Organisator von gut arrangierten Großveranstaltungen machte er sich einem Namen. Der Hessische Turnverband bestellte ihn 1978 zum Landesjugendwanderwart.

Für sein fast 50jähriges ehrenamtliches Engagement erhielt er u.a. die „Große TSG-Verdienstnadel“ in Gold (1978), die Verdienstnadel des Landessportbundes (1979) und den DTB-Ehrenbrief mit Silbernadel (1981). 2002 zeichnete ihn der damalige Kasseler Bürgermeister Ingo Groß mit dem Verdienstorden des Bundesverdienstkreuzes der Bundesrepublik Deutschland aus. Der verwitwete Trott, Vater zweier erwachsener Söhne, lebt heute vor den Toren Kassels, im niedersächsischen Staufenberg, hat aber häufigen Kontakt mit seiner TSG 1887 im äußersten Süden Kassels.

Volker Hennig

 

Karl Trott
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