Inhaltsbereich: Nordhessens Turngaue trafen sich mit Vertretern des QBZ Nord

Weitere Meetings mit lsb-h-Vertretern vereinbart

Einen neuen Schwerpunkt für das Routinetreffen der sechs nordhessischen Turngaue hatte die Vorsitzende Nordhessens, Martina Hohmann-Michels, beim Meeting am 12. November auf die Tagesordnung gesetzt. Um die teilweise nicht gerade gute Zusammenarbeit der nordhessischen Turngaue (Oberlahn/Eder, Fulda/Werra/Rhön, Waldeck, Werra, Fulda/Eder, und Nordhessen) mit den Organen des Landessportbundes Hessen (lsb h) zu verbessern und zu intensivieren, hatte Hohmann-Michels den Vorsitzenden des Qualifizierungs- und Bildungszentrums (QBZ) Nord, Herbert Anaker, und den Vorsitzenden der Sportjugend Hessen-Nord, Wilfried Waldmann, als Gäste eingeladen. Zudem waren neben den Turngauvorstandsmitgliedern diesmal auch die Vorsitzenden der Turnjugend und des Fachbereichs Aus- und Fortbildung zugegen.

Das QBZ, eine Unterordnung des lsb h, ist ein Zusammenschluss von 12 hessischen Sportkreisen, die den Flächenbereich des Regierungsbezirks Kassel in etwa abdecken. Der Frage: „Wie kann eine Zusammenarbeit von Sportkreis und Turngau aussehen?“, begegnete Herbert Anacker mit einer Präsentation über die Aus- und Fortbildung im Landessportbund, ergänzt von Wilfried Waldmann über die Sportjugend in seinem Beritt. So erfuhren die Teilnehmer, dass das QBZ momentan verstärkt auf Gesundheitssport in den Betrieben hinarbeitet.

Im weiteren Verlauf des Treffens im „Dreschkasten“, dem Vereinsheim der TSG 1887 Kassel-Niederzwehren, berichteten Vorstandsmitglieder, dass die Zusammenarbeit zwischen Turngauen und den Sportkreisen sehr unterschiedlich gehandhabt werde. Vielerorts fehlen sinnvolle Absprachen und regelmäßige Treffen, die Kooperation zwischen lsb h und HTV-Organen wurde als oft einseitig bewertet. Der Vorwurf einiger Gauvorstandsmitglieder, dass von Übungsleitern erworbene Lizenzen und Lizenzverlängerungen von lsb h und HTV mitunter nicht anerkannt werden, konnte nicht beantwortet werden. Der Vorwurf soll mit beiden Präsidien geklärt werden. Von Seiten des lsb h wurde der Vorschlag gemacht, dass Sportkonvent und Fitnesskonvent im jährlichen Wechsel stattfinden sollen, um sich nicht gegenseitig die Teilnehmer wegzunehmen. Zum Schluss seiner Ausführungen erklärte Anaker, dass das Bildungsportal des QBZ für alle Fachverbände zur Fortbildung offenstehe.

Recht kritisch betrachtet wurde von den Gauvorsitzenden in einem Rückblick die Sitzungen des Landesverbandsrates und Landeshauptausschusses. So wurde u.a. bemängelt, dass augenscheinlich Satzungsänderungen übers Knie gebrochen, die Aussprache darüber aber nur minimal behandelt werde. Bei einigen Gauvorsitzenden entstehe der Eindruck, dass das Präsidium kein Interesse an einer derzeitigen Fortführung dieses Themas habe und die Satzungsänderung offensichtlich erst nach einer Neubesetzung des Präsidiums wieder behandelt werden könnte. Zudem bemängelten die nordhessischen Turngaue die Anzahl der Vizepräsidenten als zu groß.

Eine intensive Absprache zwischen den Turnjugendvertretern auf der einen und den Fachbereichsverantwortlichen für Aus- und Fortbildung auf der anderen Seite gaben Klärung, aber auch weiteren Klärungsbedarf. Insgesamt waren alle Teilnehmer mit dem Treffen hoch zufrieden.

Volker Hennig

 

Treffen der Turngauvertreter, vorne links: Herbert Anaker, Chef des QBZ Nord
Treffen der Turngauvertreter, vorne links: Herbert Anaker, Chef des QBZ Nord