Inhaltsbereich: Funktionelles Zirkeltraining fand großen Anklang

Übungsleiterfortbildung im Freizeit- und Gesundheitssport als Jahreshöhepunkt

Zum Jahresende hatte Marita Freudenstein, im Turngau Nordhessen Vorsitzende des Fachbereichs „Aus- und Fortbildung“ ihre Übungsleiterinnen und Übungsleiter zu einer Fortbildung unter dem Thema: „Funktionelles (FT) Zirkeltraining – Das moderne Sensomotorik-Training für alle“ eingeladen und die Lehrgangskapazität war kurz nach Bekanntwerden bis auf den letzten Platz ausgebucht.

Angekündigt als Jahreshöhepunkt der Turngau-Ausbildung hatte Freudenstein die renommierte DTB-Referentin und Sportwissenschaftlerin Conny Fitke aus Rostock eingeladen, die eigens für diesen Event mit dem ICE aus Rostock angereist war.

Gleich zu Beginn des siebenstündigen DTB-Specials erfuhren die Lehrgangsteilnehmer in der Sporthalle des Vereinsheimes der TSG 1887 Kassel-Niederzwehren, dass das Zirkeltraining im Sport eine Renaissance erfahren habe und eine zukunftsträchtige Angebotsform für den Turnverein darstelle. „Das Training ist sehr abwechslungsreicht, spricht Männer und Frauen gleichermaßen an und benötigt für die zu verwendenden Geräte keine Neuanschaffungen. Sie sind in der Regel in jeder Sporthalle vorhanden“, so Conny Fitke.

Weiter erfuhren die Teilnehmer, dass das Konzept des funktionellen (FT) Zirkeltrainings auf dem aktuellsten Stand der Wissenschaft basiert und funktionelle Kräftigungsübungen, Core-Training und sensomotorisches Training in neun aufeinander aufbauenden Zirkeln vereint. Der Zirkel ist in ein Gesamtstundenbild mit Aufwärmen, Lockerung und Dehnung eingebunden und kombiniert so Spaß und ein optimales Training – sowohl für Gesundheits- und Fitnesssportler als auch für Wettkampfsportler.

Das Tages Special vermittelte die theoretischen Grundlagen des Core- und Stabilitätstrainings und geht mit einem hohen Praxisanteil auf die für die verschiedenen Zielgruppen vorliegenden Zirkel ein.

Nach einem längerem Warm Up ging es in medias res. Einige der Teilnehmer hatten sich kurzfristig für eine der Stationen vorzubereiten und führten dann Aufgabenstellung, Zielsetzung und Dauer der Übung vor. Dann begann unter der Leitung und Aufsicht der Referentin. Was anfangs kinderleicht aussah gestaltete sich als mitunter recht anstrengende Bewegung, bereitete aber den recht fitten Vereinsübungsleitern viel Freude. Egal, ob beim Kniebeugen mit dem Theraband, dem Einbeinstand, Liegestützen oder Laufen auf wackligem Untergrund, es schlauchte allemal.

Viel Schweiß war nach den sieben Stunden geflossen, die Fortbildungsteilnehmer waren durch die Bank glücklich und zufrieden, denn alle hatten sehr viel dazugelernt und werden es nun in den heimischen Übungsstunden anbieten. Erfreulich auch für alle: Die Fortbildung wurde mit acht UE zur Lizenzverlängerung und des Qualitätssiegels Pluspunkt Gesundheit anerkannt.

Volker Hennig

 

Beim Crunch, links Marita Freudenstein
Beim Crunch, links Marita Freudenstein

 

Einbeinstand
Einbeinstand

 

Kniebeugen mit Hindernis
Kniebeugen mit Hindernis