Inhaltsbereich: KTV Fulda/Kassel im Ligaendkampf knapp geschlagen

Regionalliga-Finale in Biedenkopf ein echter Krimi

Biedenkopf. Spannend wie ein guter Krimi gestaltete sich der Regionalliga-Endkampf im Gerätturnen, der am vergangenen Sonntag in der Biedenkopfer Lahntalhalle ausgetragen wurde. Bei der vor dem Endkampf führenden KTV Obere Lahn und der auf Position zwei angetretenen KTV Fulda/Kassel ging es um Sieg und damit Qualifikation zum Relegationswettkampf zur dritten Bundesliga im Turnen.

Die KTV Fulda/TSG 1887 Kassel-Niederzwehren hatte sich für das entscheidende Duell mit den Gastgebern, die in eigener Halle, an eigenen Geräten und vor heimischem Publikum starteten, viel vorgenommen. Die mit Benedikt Hofner, Till Wettlaufer, Yves Mattheß (alle Fulda) und dem 17-jährigen Kai Hofmann sowie den 13-jährigen Trebingzwillingen Glenn und Lewis (alle TSG 1887 Niederzwehren) angetretene Riege zeigte sich gleich vom ersten Gerät an als ebenbürtiger Gegner.

Das Bodenturnen, bei dem Kai (11,30 Punkte) und Glenn (11,40) sehr rasante Übungen zeigten, entschieden die Lahnstädter mit 36,20 zu 35,25 knapp für sich. Am Pauschenpferd aber drehten die Fuldastädter den Spieß um und siegten klar 34,70 zu 32,65. Dank brillanter Übungen von Lewis (11,40) und Glenn, der mit einem Absteiger vom Gerät noch auf 9,25 kam, lagen sie vor dem dritten Gerät in Front. An den Ringen demonstrierten die Biedenkopfer, dass an diesem Gerät auch Kraft gefragt ist. Trotz sehr gelungener und schwungvoll durchgeturnter Übungen mangelt es bei Glenn noch an Kraftteilen, deswegen „nur“ eine 9,25. Am Sprungtisch schließlich zeigten die Fuldastädter exzellente Sprünge (Kai 12,40) und gingen vor dem fünften Gerät erneut in Führung (172,35 zu 172,25). Trotz gelungener Vorträge am Barren (Kai 11,25, Lewis 10,60) waren die Gegner an diesem Gerät klar besser und schoben sich mit 36,25 zu 35,00 Zählern nach vorn. Auch wenn am Reck die KTV FD/KS dominierte (Glenn 10,30, Kai 10,35, Lewis 11,20) und die Gerätewertung mit 32,75 zu 32,15 gewann, war der Vorsprung der Lahnstädter nicht mehr aufzuholen. Mit 205,30 zu 204,60 gelangen ihnen der Sieg und die gute Chance, in die 3. Bundesliga aufzusteigen.

Der mit Abstand beste Fuldaer Turner, der 38-jährige Yves Mattheß, langjähriger Bundesliga-Spitzenturner, hatte nach beendetem Wettkampf seinen Rücktritt vom aktiven Wettkampfsport angekündigt. Lehrertrainer Hans Matzner ist es aber deswegen um die Mannschaft nicht Bange, denn mit den elfjährigen Max Blum und Philip Schumacher (TSG 1887) sowie dem neunjährigen Aslan Ün (TSG Elgershausen) stehen für weitere Ligakämpfe talentierte Kaderturner in den Startlöchern.

Volker Hennig

 

Starke Barrenübung, der 17-jährige Kai Hofmann
Starke Barrenübung, der 17-jährige Kai Hofmann

 

KTV Fulda/Kassel mit v.li.: Till Wettlaufer, Benedikt Hofner, Lewis Trebing, Yves Mattheß, Glenn Trebing und Kai Hofmann
KTV Fulda/Kassel mit v.li.: Till Wettlaufer, Benedikt Hofner, Lewis Trebing, Yves Mattheß, Glenn Trebing und Kai Hofmann

 

Haushoher Abgangssalto von Glenn Trebing
Haushoher Abgangssalto von Glenn Trebing