Inhaltsbereich: Berliner Bärchen-Pokal für die besten deutschen Nachwuchsturnerinnen

Welleröder Mannschaften im Reigen der Besten zweimal auf Platz sieben

Berlin. Kurz vor Beginn der hessischen Schulsommerferien bot Lehrer-Trainer Stephan Riedinger seinen jüngsten Nachwuchsturnerinnen ein Schmankerl der besonderen Art. In der Gretel-Bergmann-Sporthalle im Berliner Stadtteil Grunewald traten seine neun und zehnjährigen Schützlinge zum Berliner Bärchen-Pokal an die Geräte.

Zu diesem deutschen Nachwuchswettbewerb, der in diesem Jahr einen neuen Teilnehmerrekord verzeichnete, traten die besten jungen Athletinnen zum Kür-Vierkampf an; nahezu alle deutschen Turnzentren hatten zu dem immer beliebter werdenden Pokal-Turnen gemeldet.

Die TSG Wellerode bildete bei diesem Wettkampf eine Stargemeinschaft mit der TuS Eintracht Wiesbaden. In der Altersklasse 10 hatten am frühen Samstagmorgen Alessia Formuso, Anouk Almeida D'Oliveira (beide Wiesbaden), Rica Leinwather und Leonie Kurz (beide Wellerode) zu Beginn am Balken mit sehr sicher vorgetragenen Übungen einen faszinierenden Start. Vor allem Leonie Kurz wusste hier mit hervorragenden 16,60 Punkten zu gefallen. Eine viel zu lange Wettkampfpause nach dem Bodenturnen führte zu Konzentrationsmängeln. Der Sprung als drittes Gerät noch einigermaßen passabel, dann völlig verturnte Barrenübungen, mit mehreren Absteigern vom Gerät, führten zu erheblichen Punktabzügen. Rang sieben am Ende war aber für Riedinger ein zufriedenstellendes Endergebnis.

Die Mannschaft der Altersklasse 9 musste am Sonntag ebenfalls am Balken beginnen. Gwendolyn Lenz, Seyna N'Doye (beide Wiesbaden), Laura Pottek, Tabea Preuß und Mimi Eiser (Wellerode) waren dabei aber deutlich nervöser als ihre Freundinnen am Vortag. Keine der Turnerinnen kam ohne Fehler durch ihre Übung. Am Boden lief es danach deutlich besser. Laura Pottek erreichte mit 15,2 Punkten hier eine tolle Wertung und die Mannschaft mit Rang vier ein ebenso gutes Geräteresultat. Am Sprung wurde sogar Rang drei erzielt. Leider verletzte sich Laura beim Absprung am Knie und konnte den Wettkampf danach am Barren nicht fortsetzen. Von der fehlenden Streichwertung unbeeindruckt turnte Tabea Preuß ihre Übung solide durch und gab den Mannschaftskameradinnen damit die notwendige Sicherheit. Rang sieben am Barren war dann auch identisch mit dem Endergebnis, bei dem Wellerode/Wiesbaden knapp hinter dem Turnteam Bayern aber noch vor den traditionell guten Schwaben landete. Mit insgesamt 17 gestarteten Mannschaften war dieser der Teilnehmer stärkste Jahrgang an diesem Wochenende.

Volker Hennig

 

Glänzte an zwei Geräten und verletzte sich am dritten: Laura Pottek
Glänzte an zwei Geräten und verletzte sich am dritten: Laura Pottek