Inhaltsbereich: Turngauvorstand wandert zum Neuen Wasserfall im Bergpark Wilhelmshöhe

Dieser Bericht soll auch Turnerinnen und Turnern aus anderen Turngauen Lust zum Besuch des Weltkulturerbes machen

Es ist beim Turngau Nordhessen schon Tradition, jeweils am letzten Januarsonntag mit den Vorstands-, und Fachausschussmitgliedern sowie deren Angehörigen durch die schöne, aber häufig auch unbekannte Natur Nordhessens zu wandern. So war es auch in diesem Jahr, 20 Wanderwillige trafen sich am 18. Januar um mit dem ehemaligen Gauwanderwart Karl-Heinz Krause zum, für die meisten der Mitmarschierenden völlig unbekannten, Neuen Wasserfall im Bergpark Wilhelmshöhe zu gelangen.

Bei seiner Begrüßung der Vorstandsmitglieder an der Kasseler Hessenschanze stellte Krause an Hand einer Karte den Wanderverlauf vor und erklärte, dass durch die leichten Minustemperaturen die vorher matschigen Wege gefroren seien und damit gut passierbar.

Bei Temperaturen um die Null Grad und Sonnenschein war nach Ansicht aller Teilnehmer das Wanderwetter nahezu ideal. Bei der vorausgegangenen Wanderung im Januar 2013 hatte dichter und zäher Nebel die Neujahrswanderung stark beeinträchtigt.

Über die den meisten Mitwanderern bekannte Prinzenquelle ging es dann quer Beet durch den Bergpark. Bei Halten erklärte der Wanderführer viel von dessen Geschichte. So ist der Bergpark Wilhelmshöhe der größte Bergpark Europas. Auf einer Fläche von 240 Hektar gedeihen auf magerem Boden und hoch über der Stadt Kassel thronend mehr als 15 Tausend Bäume und unter den 500 unterschiedlichen Gehölzarten gibt es 250 Jahre alte Kanadische Roteichen, Blutbuchen, Japanische Lärchen und die seltene Kobushi-Magnolie. Wegen des mageren Bodens wachsen die Bäume langsamer und werden wesentlich älter als die in der Kasseler Karlsaue, beide Anlagen vom Landgrafen Karl Anfang des 18. Jahrhunderts angelegt, so der Wanderführer.

Bei der klaren Sicht faszinierte der Anblick der Löwenburg und des hoch über dem Bergpark stehenden Herkules, Kassels Wahrzeichen hoch über der Fulda. „Pünktlich zum 1100. Geburtstag Kassels im Jahr 2013 wurde der Bergpark mit dem Herkules und den Wasserkünsten in die Welterbe-Liste als Weltkulturerbe aufgenommen und erfreut sich heute hoher Beliebtheit bei ständig steigenden Besucherzahlen“, so Karl-Heinz Krause.

Ein kurzer, steiler Anstieg und schon waren die Turner am Neuen Wasserfall. Dieser unter dem Merkurtempel liegende ehemalige Teil der Wasserspiele war Ende der 70-ger Jahre des vergangenen Jahrhunderts stillgelegt worden. Die Begründung: Er läge zu weit außerhalb der Achse Herkules - Große Fontäne im Schlossteich und wäre damit für die Besucher uninteressant. Dank der vielen Besucher, die für einen Erhalt des ganzen, vom italienischen Gartenkünstler und –Architekten Giovanni Francesko Guerniero entworfenen und konstruierten Projekts, gestimmt hatten, soll der Neue Wasserfall wieder in Gang gesetzt werden und ein neues „Wasserspiele-Leitsystem“ für die Besucher geschaffen werden. Die Wasserversorgung für das außerhalb der Achse liegenden Konzepts ist gegeben. Krause: „Auch die Sanierung des Merkurtempels und der Sibillegrotte stehen in den kommenden Jahren an“.

Beeindruckt von den vielen Natur-Kunstwerken des Bergparks marschierten die Turn-Wanderer selig über die Nussallee zum wohlverdienten Mittagessen in der Gaststätte „Prinzenquelle“.

Einig waren sich alle Turner: Im kommenden Jahr wollen sie wieder starten und Neues aus der wunderschönen Region kennenlernen.

Volker Hennig

 

Die Wanderer vor dem Neuen Wasserfall
Die Wanderer vor dem Neuen Wasserfall

 

Über dreihundert Jahre alt, der Abfluss des Großen Wasserfalls
Über dreihundert Jahre alt, der Abfluss des Großen Wasserfalls