Inhaltsbereich: Große Geburtstagsfeier beim 80-jährigen Jubilar

Hansgeorg Kling feierte mit Spitzen des Kasseler Staatstheaters, Wagner-Liebhabern, Jahn-Gesellschaft und Turnfreunden seinen Jubeltag

Über die Verdienste des ehemaligen Vizepräsidenten des Hessischen Turnverbandes Hansgeorg Kling wurde bereits in der Mai-Ausgabe Turnen in Hessen ausführlich berichtet und seine vielfältigen Leistungen in der Gesellschaft ausreichend gewürdigt. An seinem Ehrentag kamen rund 60 Gäste zum historischen Harleshäuser (Harleshausen ist ein recht sportlicher Stadtteil von Kassel) Restaurant Papen Änne. Die Gäste spiegelten die vielfältigen Interessensgebiete des Ehrenmitgliedes von HTV und Turngau Nordhessen wieder.

In der Kasseler Kulturszene hat sich Kling vor allem als Vorsitzender des Richard-Wagner-Verbandes einen Namen gemacht und dabei viele Freunde gewonnen. Zugleich ist er in dieser Funktion Moderator des Theater-Talks „Resonanzboden“ des Kasseler Staatstheaters. So würdigte der Intendant des Kasseler Staatstheaters Thomas Bockelmann Klings Engagement zur Musik und vor allem zur Oper. Den Kasseler Intendanten durchfließt auch Turnerblut, immerhin war sein Vater Werner Bockelmann als Nachfolger von Walter Kolb Frankfurter Oberbürgermeister und von 1957 bis 1964 Präsident des Deutschen Turnerbundes. Das färbt natürlich ab. Zusammen mit Generalmusikdirektor Patrik Ringborg und dem Operndramaturgen Jürgen Otten zeigte der Intendant die Verbundenheit des Theaters mit Kling. Zwei Künstler, die einst zu den Stipendiaten des Richard-Wagner-Verbandes zählten, der Bariton Stefan Zenski und der Dirigent und Pianist Xin Tan gaben mit dem Lied an den Abendstern aus Wagners Tannhäuser und einem launigen Wiener Heurigenlied dem Fest ein besonderes Gepräge. Gerhard Becker, Klings stellvertretender Vorsitzender des Wagner-Verbandes hob Klings zahlreichen Verdienste hervor, die ebenso im Bereiche des Sports wie der Kultur liegen. „Alle Verdienste des Jubilars heute zu würdigen würde den zeitlichen Rahmen einer Wagner-Oper sicherlich weit überziehen, deswegen beschränke ich mich auf das Wesentliche“.

Rainer Brechtken, Präsident des Deutschen Turnerbundes lobte Kling mit launigen Worten und überreichte ihm die Urkunde zur Aufnahme von Friedrich Ludwig Jahn in die virtuelle „Hall of Fame“ des deutschen Sports. Als Präsident der Jahn-Gesellschaft hat sich Kling seit 2006 um die Erforschung des Lebens und Wirkens des Turnvaters verdient gemacht. Dr. Josef Ulkotte, Vizepräsident der Jahn-Gesellschaft, und die Leiterin des Jahn-Museums in Freyburg/Unstrut Manuela Dietz lobten ihren Präsidenten und erläuterten, was es mit den vier Jahnschen F auf sich hat, frisch, fromm, fröhlich und frei seien immer auch ein geeignetes Motto zum Feiern.

Neben den erschienen Vorstandsmitgliedern des Rot-Weiss-Clubs Kassel, die seine Verdienste in der Tanzerei hervorhoben ließen auch seine Turnfreunde von HTV und Turngau sowie die Familie mit Ehefrau Siglinde, seine Töchter mit Familie und ein Bruder den Jubilar hochleben.

Volker Hennig

 

In fröhlicher Runde (v.li.): DTB-Präsident Rainer Brechtken, Intendant Thomas Bockelmann, Hansgeorg und Frau Siglinde Kling, GMD Patrik Ringborg und Vizepräsident Jahn-Gesellschaft Dr. Josef Ulfkotte
In fröhlicher Runde (v.li.): DTB-Präsident Rainer Brechtken, Intendant Thomas Bockelmann, Hansgeorg und Frau Siglinde Kling, GMD Patrik Ringborg und Vizepräsident Jahn-Gesellschaft Dr. Josef Ulfkotte