Inhaltsbereich: Übungsleiterfortbildung Pilates – ein Riesenrenner im Turngau

Pilates Tages Spezial mit Eva Karpati

Eine Übungsleiterfortbildung, die allen Teilnehmern große Freude bereitete, hatte Marita Freudenstein, im Turngau Fachbereichsleiterin Aus- und Fortbildung, den Übungsleitern im Turngau Nordhessen angeboten. Der Einladung zum „Pilates Tages Spezial“ waren 20 bereits erfahrene Übungsleiterinnen und Übungsleiter in die große Mehrzweckhalle von Niestetal-Sandershausen gefolgt. Zu dieser Fortbildung hatte Freudenstein die in Nordhessen sehr bekannte Fitness-, Pilates-, Rückentrainerin und Sportwissenschaftlerin sowie Buchautorin Eva Karpati gewinnen können. Bei der Begrüßung hatte Marita Freudenstein erklärt, „Der Pilates-Tagesworkshop führt Euch in die Hintergründe und Prinzipien der ganzheitlichen Philosophie des Pilates-Trainings ein. Der Schwerpunkt dieses Seminars liegt im Verstehen, Beherrschen und Vermitteln der Grundprinzipien, die das Fundament der Ausführung aller Übungen bilden. Ein umfangreiches Übungsrepertoire wird vermittelt, inklusive der wichtigsten Unterrichtsmethodik und Didaktik“.

Gleich zu Beginn der Fortbildung ging die Referentin auf die wegweisenden Pilates-Prinzipien ein und erklärte, dass Pilates ein ganzheitliches Trainingskonzept wäre, dass im Wesentlichen auf sechs Prinzipien beruhe. So sei, erklärte sie, das Erlernen der richtigen Atemtechnik Grundlage für eine mühelose Ausführung aller Übungen. Die dabei anzuwendende geistige Aufmerksamkeit richte sich ausschließlich auf das Ausführen der Übungen. Weiterhin seien die von einem wachen Geist, so Eva Karpati, geführten Bewegungen sichere Kontrolle eines körperfreundlichen Übens, das die geistige Präsenz des Übenden stärke. Karpati ergänzte, dass das Zentrum aller Bewegungen die Körpermitte sei. „Aus einer gestärkten Mitte heraus werden die Pilates-Übungen ergonomisch und stabil ausgeführt“, so die Sportwissenschaftlerin. Sie ergänzte, dass die exakte Ausführung der Übungen zu schnellen Fortschritten der körperlichen Fähigkeiten und zur Schärfung der eigenen Wahrnehmung führe. Mit dem Bewegungsfluss für die Übungen schloss Eva Karpati ihre Ausführungen über die sechs Prinzipien des Pilates-Trainingskonzepts.

Dann ging es in die Praxis. Egal ob beim Thema Power House, bei dem die Korsettmuskulatur, die Tiefenmuskulatur der Wirbelsäule oder des Beckenbodens in den Mittelpunkt rückten, auch die natürliche Haltung des Beckens um damit den Druck von der Wirbelsäule zu nehmen, waren Highlights der Ausbildung.

Eine Vielzahl von Bewegungselementen aus dem Katalog „Pilates Übungen“ folgte Schlag auf Schlag. Die Teilnehmer machten begeistert mit, auch wenn bei vielen nach vielen Übungsfolgen so langsam die Kraft nachließ. Alle Teilnehmer erklärten unisono, dass ihnen diese Fortbildung viel gegeben hatte und sie fortan das neu Erlernte in ihren Vereins-Übungsstunden anwenden wollten. Mit einem dicken Dankeschön an Marita Freudenstein und Eva Karpati beendeten alle das Tages Spezial und versprachen, zur nächsten Fortbildung gerne wiederzukommen.

Volker Hennig

 

Eva Karpati (links) mit den Fortbildungsteilnehmern
Eva Karpati (links) mit den Fortbildungsteilnehmern