Inhaltsbereich: Winterwanderung des Gauvorstandes und der Fachwarte

Neuer Turngauwanderwart Karlheinz Sprenger leitet Wanderung von Neuer Mühle entlang der Fulda

Es ist beim Turngau Nordhessen schon Tradition, jeweils am letzten Januarsonntag mit den Vorstands-, und Fachausschussmitgliedern sowie deren Angehörigen durch die schöne, aber häufig auch unbekannte, Natur Nordhessens zu wandern. So war es auch in diesem Jahr, 25 Wanderwillige trafen sich am 29. Januar um mit dem kommissarischen Wanderwart Karlheinz Sprenger.

Bei seiner Begrüßung der Vorstandsmitglieder an der Neuen Mühle, im äußersten Süden Kassels gelegen, stellte Sprenger an Hand einer Karte den Wanderverlauf vor und erklärte, dass durch die leichten Plusgrade die vorher verschneiten und vereisten Wege gut zu beschreiten wären. Beim Ausgangspunkt verwies der Wanderwart auf ein hinter dem Parkplatz liegendes Haus, das fast allen Turnwanderern unbekannt war, die „Historische Neue Mühle“ an der Fulda. Dazu Sprenger: „Seit fast 600 Jahren gibt es sie schon, die Neue Mühle an der Fulda. Erstmals urkundlich erwähnt im Jahr 1443 wurde sie 1890 historischer Grundstein zur Strom- und Wasserversorgung Kassels. Seit einigen Jahren gibt ein Museum in der Neuen Mühle Auskunft über Kassels Versorgung mit Wasser, Strom und Gas“.

„Vollständig erhaltene Maschinen zeigen zudem in eindrucksvoller Weise die Entwicklung der Wasser- und Energiewirtschaft. Herz des Museums ist das dahinter liegende Turbinen-und Pumpenhaus, das Ende des 19. Jahrhunderts von Oscar von Miller, dem Gründer des Deutschen Museums in München, gebaut wurde“. Das Laufwasserkraftwerk zählt zu den ältesten und noch komplett erhaltenen Wasserkraftwerken Deutschlands und erzeugt jährlich über 2,5 Millionen Kilowattstunden Strom.

Weiterhin erklärte Karlheinz Sprenger, dass im Wasserkraftwerk heute regenerativer Strom für über 1000 Kasseler Haushalte erzeugt wird. Auch für die Trinkwassergewinnung der Stadt Kassel ist die Neue Mühle eine wesentliche Säule.

„Abteilung kehrt!“, hieß es dann. Über die Fußgänger- und Radlerbrücke der Fulda führte der Wanderweg auf dem Radweg entlang der Bundesstraße B 83, vorbei an dem Basaltmischwerk, unter der Autobahn A 49, vorbei an der Kasseler Messehallen, wo unlängst die Turn-Show „Feuerwerk der Turnkunst“ über 4300 Menschen begeistert hatte. Dann führte die Wanderung vorbei an den zugefrorenen Teichen des BuGa-Geländes (BuGa ist die in Kassel gebräuchliche Abkürzung für die Bundesgartenschau, die 1981 in Kassel stattgefunden hatte und in der Karlsaue und jenseits der Fulda in einem Bereich ehemaliger Kies- und Baggerteiche, die heute ein Freizeitparadies geworden sind), über die Gärtnerplatzbrücke und dann entlang der Giesenallee bis hin zur Ausflugsgaststätte „Neue Mühle“. Ein leckeres Essen und diverse Getränke waren am Ende der Wanderung Lohn für die Strapazen. Nun freuen sich schon alle auf die zwei angebotenen Maiwanderungen des Turngaues, einmal am 7. Mai in Volkmaren von der Kurhessenhalle aus, und am 21. Mai vom Vereinsheim des OSC Vellmar. Einzelheiten zur den Wanderungen stehen im Veranstaltungsheft 2017 des Turngaues Nordhessen.

Volker Hennig

 

Turngau-Vorstandswanderer bei der Begrüßung
Turngau-Vorstandswanderer bei der Begrüßung