Inhaltsbereich: Turngauvorstand beim Kasseler Sportdezernenten Christian Geselle

Als neuer Kasseler Oberbürgermeister und Sportdezernent will sich Geselle ab 21. Juli 2017 der Probleme des Turngaues annehmen

Zwei Tage vor seiner triumphalen Wahl zum Kasseler Oberbürgermeister empfing der Kasseler Stadtkämmerer und Sportdezernent Christian Geselle eine Delegation des Turngaues. Von 2008 bis 2012 war der 40-Jährige stellvertretender Turngauvorsitzender und kennt damit Sorgen, Nöte und Engpässe der Turner sehr gut.

Da ging es zunächst um das Problem, dass die in Deutschland äußerst erfolgreichen Orientierungsläufer der im Turngau angesiedelten Vereine und Sportlerinnen wie auch Sportler nicht in der Kasseler Karlsaue oder im Bergpark Wilhelmshöhe trainieren oder Wettkämpfe ausrichten dürfen. Diese beiden weitläufigen Gelände wären geradezu ideal für einen Orientierungslauf. Dazu erklärte Christian Geselle, dass beide Objekte nicht Einrichtungen der Stadt Kassel, sondern der Museumslandschaft Hessen Kassel (MHK) wären. Die MHK ist eine Einrichtung des Landes Hessen und steht in einer rund 600-jährigen Tradition des Sammelns, Bewahrens und Gestaltens. Durch landgräfliche und kurfürstliche Sammelleidenschaft kamen hier über Jahrhunderte hinweg mannigfaltige und bedeutende Kunstschätze zusammen, welche unverändert an ihrem historischen Ort erhalten sind. Als neuer Oberbürgermeister wolle er sich aber mit dem Kasseler Sportamt für Trainings- und Wettkampfmöglichkeiten einsetzen.

Ein weiterer Punkt der Turngauvorsitzenden war der geplante Abriss einer ehemaligen Bundeswehr-Kasernensporthalle, die von Turngauvereinen bisher intensiv benutzt wurde. Ob Möglichkeiten der Nutzung der dafür gebauten Drei-Felder-Halle bestehen, soll das Sportamt klären. Eine vom Turngau gewünschte engere Zusammenarbeit mit Sportfachverbänden und Vereinen sollen die vom Kasseler Sportamt fünfmal im Jahr angebotenen Kasseler Sportkonferenzen ergeben.

Ein weiterer Punkt war der Wunsch auf Verlegung des Turnleistungszentrums Sensenstein in die Stadt Kassel. Hohmann-Michels erklärte dazu, dass die Verkehrsanbindungen vom und zum Sensenstein äußerst schlecht wäre und das derzeitige TLZ Zuschauern kaum Platz biete. Dazu der Sportdezernent: „Eine Einbindung des Turnleistungszentrums in eine neue zu bauende Großporthallen ist aus verschiedenen Gründen nicht möglich. Das Anliegen des Turngaues soll bei einem weiteren Gespräch geklärt werden.

Die Bitte der Gauvorsitzenden nach Überprüfung einer vom Turngau beabsichtigten Ausrichtung von DTB-Pokalwettkämpfen in der Großsporthalle Auepark wurde in der beantragten Form als schwierig bis nicht möglich entschieden, wenn bereits zwei Tage vor der Veranstaltung die Halle für den Geräteaufbau und das Training der Wettkämpfer benötigt würden. Die Bitte des Turngaues soll aber noch einmal überprüft werden.

Die abschließende Frage des Turngaues nach einer für das GIB-Sommerfest (GIB = Gemeinsam in Bewegung) galt einer geplanten gemeinsamen Veranstaltung von Sportlern mit und ohne Handicap für die eine Tartanbahn für Rollstuhlfahrer benötigt werde. Das Kasseler Sportamt überprüft diese Möglichkeit.

Nach einem anregenden Gesprächsaustausch verabschiedeten sich die Turner vom Sportdezernenten und Carsten Schwarz, dem Vertreter des Kasseler Sportamtes.

Volker Hennig

 

Günter Dithmar (Geschäftsstellenleiter und Kassenwart), Marita Freudenstein (Vorsitzende Aus- und Fortbildung), Werner Janke (stv. Turngauvorsitzender), Martina Hohmann-Michels, Carsten Schwarz (Sportamt Kassel), Christian Geselle und Hansgeorg Kling (HTV- und Turngauehrenmitglied)
Günter Dithmar (Geschäftsstellenleiter und Kassenwart), Marita Freudenstein (Vorsitzende Aus- und Fortbildung), Werner Janke (stv. Turngauvorsitzender), Martina Hohmann-Michels, Carsten Schwarz (Sportamt Kassel), Christian Geselle und Hansgeorg Kling (HTV- und Turngauehrenmitglied)