Inhaltsbereich: Turngauwanderung durch blühende Landschaften bis hin zum Stahlberg

Teilnehmerzahlen wieder mit steigender Tendenz

Bei strahlendem Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen versammelten sich 220 Wanderer aus 24 Turngauvereinen zum Gauwandertag 2017 auf dem Vellmarer Sportplatz am Schwimmbad. Die von Gauwanderwart Karlheinz Sprenger initiierte Gauwanderung lässt Hoffnung auf eine Wiederbelebung des Wanderns im Turngau zu. Unvergessen die Zeiten als Karle Trott hunderte von Wanderern, die er alle namentlich kannte, mit seiner „Flüstertüte“ persönlich beim Start einer Wanderung begrüßte. Nach seinem Tod ließ die Teilnahme an solchen Wanderungen auf Turngauebene merklich nach, in den Vereinen gab es aber für die eigenen Aktivitäten noch Zuspruch.

Sehr gut verstand es der vor zwei Jahren neu gewählte Gauwanderwart Karlheinz Sprenger, die Turngauvereine zu einer Wiederauflage gemeinsamer Turngauwanderungen zu motivieren. So war es auch am 21. Mai als die sportlichen Turnwanderer zur mit Spannung erwarteten Wanderung mit dem Titel „Unser schönes Nordhessen“ die Wanderstiefel oder -schuhe geschnürt hatten. Die Turnabteilung des 125-jährigen Jubiläumsvereins OSC Vellmar hatte eine landschaftlich sehr reizvolle Strecke nördlich von Kassel, zwischen Obervellmar, Heckershausen und Weimar (nicht die Goethestadt, sondern ein Ortsteil von Ahnatal) ausgewählt und mit leichten bis mittleren Steigungen an Stahlberg oder Kammerberg für eine doch mehr oder weniger anspruchsvolle Turnwanderung gesorgt.

Begrüßt vom Vellmarer Bürgermeister Manfred Ludewig und dem OSC-Vorsitzenden Roland Tölle (er stellt als Vorsitzender des Sportkreises Region Kassel e.V. auch für die Turner entscheidende Weichen) startete der Wanderwart die Turnerinnen und Turner auf eine sechs oder zwölf Kilometer lange Strecke. Dank der Helfer und Betreuer auf der Strecke, der erfrischenden Raststationen und eines mobilen und sehr engagierten Sanitätsdienstes kamen alle Wanderer viel früher als erwartet am Ziel an.

Als jüngste Teilnehmerin zeichnete bei der Siegerehrung Roland Tölle die sechsjährige Florentine Eidam (TSG Elgershausen) als jüngste Aktive (es gab noch zahlreiche Jungwanderer, die aber auf Mamas oder Papas Schulter die Strecke überwunden hatten und nicht in die Wertung aufgenommen wurden) und die fit wie ein Turnschuh auf der Strecke eilende 86-jährige Marlene Berthel (TG Kassel-Welheiden) als älteste Teilnehmerin mit einem Pokal ausgezeichnet wurden.

Abschließend betrachtet und bewertet erklärte Karlheinz Sprenger den Gauwandertag, obwohl nicht die von ihm erhofften Teilnehmerzahlen erreicht wurden, als vollen Erfolg. „Das macht Mut für künftige Wanderungen. Ich hoffe, dass sich auch im kommenden Jahr ein Turngauverein bereitfindet, einen ähnlich belebenden Gauwandertag auszurichten“. Das wäre sicherlich für die Gesundheit und turnerische Moral in Nordhessen von großem Vorteil, so sein abschließendes Statement.

Volker Hennig

 

Die Wanderer vor dem Abmarsch
Die Wanderer vor dem Abmarsch